Fleecejacken
Artikel vom 22. Apr 2010Sie ist warm, weich und flauschig – Die Fleecejacke. Man trägt sie als zweite Lage unter Soft- oder Hardshell-Jacken oder einfach als sportliche Freizeitjacke.
Da die Fleecejacke so viele verschiedene Einsatzmöglichkeiten hat, muss sie unterschiedlichsten Bedingungen standhalten, schließlich soll man sich in ihr in erster Linie eines: wohlfühlen! Doch warum genau sind Fleecejacken eigentlich so weich und kuschelig? Fleece ist eine Art synthetische Wolle, die aufwendig behandelt wird, um so schön flauschig zu werden, wie wir es gewohnt sind. Da Fleece kein Gewebe ist, müssen die einzelnen Fäden zunächst zu Maschen "verschlungen" werden. Maschenware ist in der Regel dehnfähiger als feste Gewebe, sind Fleecejacken besonders elastisch und praktisch knitterfrei. Durch die Fleece-Maschen werden dann sogenannte "Plüschhenkel" gebildet, die man anschlieeßend aufschneidet und aufraut. Schon ist das plüschige Fleece-Material fertig! Fleece ist aber nicht gleich Fleece. Es gibt etliche verschiedene Sorten, die sich in der Qualität sehr stark unterscheiden. Grundsätzlich solltet Ihr bei Fleecejacken immer auf die angegebenen Zahlen achten. Diese geben das Gewicht in Gramm pro Quadratmetet an, daher gilt: Je größer die Zahl, desto dichter das Fleece. Gängige Werte liegen so zwischen 100 und 300 g/m². Alles, was darunter liegt, sieht oftmals auch schon billiger aus, weil mitunter die Grundfaser durchschimmert. Wichtig ist auch, pillingfreie Fleecejacken zu kaufen, sonst habt ihr sehr schnell – häufig schon nach mehrmaligem Anfassen – hässliche Knoten auf eurer Jacke. Eine etwas teurere Fleecejacke isoliert oftmals auch stärker als günstigere Modelle und verfügt über eine bessere Atmungsaktivität. Solche Eigenschaften kann man natürlich nicht im Geschäft testen, darum gilt auch hier: Lasst Euch beraten oder informiert euch ausreichend im Netz, besonders wenn Ihr eine Fleecejacke für anspruchsvolle Outdoor-Einsätze sucht
Zusammengefasst also noch einmal die Dinge, auf die Ihr unbedingt achten solltet: * Dichte der Fasern (optimal sind 200 oder 300g/m²) * pillingfreies Material * Atmungsaktivität * Gewicht (Sehr wichtig, wenn man auf längeren Touren unterwegs ist) * gute Wärmeisolation * Tut was für die Umwelt und kauft Jacken aus Recyclingfasern Denkt auch daran, dass Fleece nicht wind- und wasserdicht ist! Darum sind zusätzliche Lagen notwendig, um den Körper und Kälte und Nässe zu schützen, wie z.B. Softshell Jacken. Habt Ihr eine Lieblings-Fleecejacke? Foto: © MeltemMM / www.pixelio.de

