Funsport Teil 2
Artikel vom 08. Jul 2010Snowbiking
Die Geschichte des Snowbikings ist älter als vermutet – Schon in den 1960er und 70er Jahren raste man auf schweren und unhandlichen Skibobs die Pisten herunter. Nicht selten wurden dabei Geschwindigkeiten von 166km/h erreicht! Da die Gefährte der Snowbiker allerdings so überholt und schlecht gefedert waren, erlitt der Sport ein kleines Image-Tief, das aber mit den neuen Bikes von Bernd Brenter, dem Enkel des Snowbiking-Erfinders, schnell überwunden werden konnte.
Das Snowbike an sich, ähnelt einem normalen Fahrrad. Es hat Lenker und Sattel, nur statt der üblichen Räder fährt man auf Kufen. Außerdem tragen Snowbiker zusätzlich Kurzskier, um auch in engen Kurven nicht die Balance zu verlieren.
Gerade einmal 7 Kilo wiegt so ein Snowbike, es ist einfach in der Handhabung und lässt sich auch noch zusammenklappen. Damit eignet es sich nicht nur zum Carving, sondern auch für entspanntes Umherfahren. Außerdem soll es schnell zu erlernen sein, sodass man schon nach einem Nachmittag Training die Pisten unsicher machen kann. Wer nicht nur zum Spaß Snowbiken möchte, den wird es freuen, das das Schneeradeln ein effektives Ganzkörpertraining ist – Sowohl zur Steigerung der Ausdauer, als auch zum Muskelaufbau.
Parkour
Parkour ist eine moderne Funsportart aus Frankreich, bei der der Traceur (franz. “der den Weg ebnet”) versucht auf eine möglichst effiziente und schnelle Art, sein Ziel zu erreichen und die Hindernisse auf dem Weg dorthin geschickt zu überwinden.
Dabei klettert man etwa über Bänke, Zäune oder Garagen, springt über Blumenbeete, Pfützen oder Papierkörbe. Als oberstes Gebot gilt: Die Hindernisse dürfen nicht verändert werden. Man muss sie so bezwingen, wie man sie vorfindet.
Der Erfinder der Sportart, David Belle, sagt, dass Parkour eine Disziplin sei, die Bewegungskunst und Technik verbindet und, dass es nicht um die Wirkung aufs Publikum ginge, sondern vielmehr um flüssige und geschmeidige Bewegungen.
Obwohl sie erst verschrien waren, gibt es heute viele Turniere und Wettkämpfe, bei denen sich die besten Traceure der Welt messen.
Wer wissen möchte, wie man Parkour ins tägliche Leben einbringen kann, sollte sich das nachfolgende Video anschauen ![]()
Cliff Diving
Das Interesse am Klippenspringen ist in den letzten Jahren immer größer geworden – Nicht nur bei Sportlern, sondern auch bei den Medien. Da Cliff Diving aber eher eine Extrem- und keine Funsportart ist, gibt es dennoch nur ca. 300 Menschen weltweit, die bereitwillig von einer Klippe springen.
Bevor es zu den Klippen geht, sollte man zuerst einmal in der Schwimmhalle trainieren. Wichtig sind eine enorme Körperspannung, Mut und Konzentration – Während Fehler beim Springen von einem Sprungbrett noch relativ unbedenklich sind, können falsche Sprungabläufe beim Sprung von der Klippe tödlich enden. Bis zu 28 Meter hoch sind die Klippen, von denen gesprungen wird, man taucht mit bist zu 100mh/h ins Wasser ein und ist 9x so großen Kräften wie bei einem Sprung vom 10 Meter Brett ausgesetzt.
In Deutschland gibt es aufgrund der geografischen Gegebenheiten wenige Möglichkeiten zum Cliff Diving, Springer weichen daher oft in die Schweiz aus.
Airboarding
Auf einem Hightecht-Luftkissen durch den Schnee gleiten – Das ist Airboarding. Mit dem Bauch nach unten und dem Kopf nach vorn fährt man auf dem Airboard die Pisten herunter. Dank einem Rippenprofil an der Unterseite kann man das Gerät besser steuern. Wie beim Snowbiking ist auch hier die richtige Gewichtsverlagerung das A und O. Wer bremsen möchte, muss es irgendwie schaffen das Airboard quer zu platzieren; Wie das funktioniert kann man sich aber in bestimmten Kursen und Schulungen zeigen lassen.
Trotz der rasanten Abfahrt ist das Airboarding ziemlich sicher: Es wird aus strapazierfähigen, weichen Materialien gefertigt und wirkt beim Aufprall wie ein Airbag. In unebenem Gelände gleicht der Luftkörper die Unebenheiten gekonnt aus.
Vielen Funsportlern sind die 100km/h mit denen man den Berg runterrutscht allerdings noch nicht genug, darum wird es wohl bald auch Halfpipes geben, auf denen Freestyle-Airboarder ihr Bestes geben!
Im nächsten und letzten Teil dieser Serie stellen wir euch dann einige der verrücktesten Sportarten der Welt vor – Seid gespannt!

