Nacktsport
Artikel vom 23. Jun 2010Unglaublich, aber wahr: Während wir ständig versuchen, Euch die tollsten Jacken, Shirts, Hosen oder Schuhe zu präsentieren, damit Ihr zu Outdoor-Sport bestens ausgerüstet seid, geht der Trend in eine ganz andere Richtung – Nacktsport erfreut sich immer größerer Beliebtheit und findet stets neue Anhänger. Wir finden, das ist Grund genug diese Bewegung mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen!
Nacktsport – Allgemeines
Unter Nacktsport versteht man schlicht und einfach die Bewegung in der freien Natur – ohne Bekleidung. Sportliche Betätigung an der frischen Luft, so ganz ohne von Kleidung eingedrängt zu werden, das ist zum einen eine Vorstellung, die man romantisch,aber auch unangenehm oder gar abstoßend finden kann. Anhänger der Freikörperkultur setzen vor allem aus gesundheitlichen Gründen auf Nacktsport.
Geschichte und Entwicklung
Die Geschichte des Nacktsports reicht bis in die römische Antike zurück. Die Motive waren damals zwar andere, dennoch war der Nacktsport in der Antike ein Vorläufer des Naturismus der Neuzeit. Nicht nur die Olympischen Spiele wurden nackt ausgetragen, auch auf öffentlichen Festen wurde nackt getanzt. Besonders in Sparta war der Nacktsport weit verbreitet. Jungen und Mädchen erhielten dort eine gemeinsame sportliche Ausbildung. Dies hatte aber den Effekt, das Mädchen der Scham- und Treulosigkeit angeprangert wurden. Dennoch war die Nacktheit keineswegs tabuisiert oder verschrien. Vielmehr wollte man, insbesondere römische Gladiatoren, seinen (trainierten) Körper zur Schau stellen und Anerkennung ernten.
Als sich im 4.Jh. das Christentum durchsetzte, verbreitete sich auch zunehmend ein Keuschheitsideal und öffentliche Nacktheit und natürlich auch Nacktsport wurden als anrüchig oder sündhaft angesehen. Während daher in Europa nur noch von wenigen Gruppen Nacktsport betrieben wurde, gab es in den meisten außereuropäischen Ländern eine solche Tabuisierung nicht.
Sportliches Training galt mehrere Jahrhunderte lang als ein Privileg für gehobene Schichten und war für alle anderen mehr oder weniger unzugänglich. Im 19./20. Jh. änderte sich das aber zunehmend und mit der FKK-Bewegung ab dem frühen 20.Jh. gab es auch die ersten Nacktsportler, wie wir sie heute kennen. Um Geld zu sparen, verzichtete man bei Schwimmwettbewerben (um 1920) auf die Badebekleidung und erhoffte sich dadurch der Wirtschaft etwas Gutes zu tun. Da man in Dänemark positive Erfahrungen mit dem Nacktsein im Schulsport machte, wurde das nun auch in Deutschland zugelassen. Darum turnten Jungs und Mädchen gemeinsam im Sportunterricht nackt. In einem englischen Internat konnten Schüler (im Sinne der Selbstentfaltung) im Zeichenunterricht oder beim Sonnenbaden nackt sein.
Ab den 1970er Jahren forderten einige FKK-Vereine eine gemeinsame sportliche Betätigung der Mitglieder. Voraussetzung war aber, dass die positiven Auswirkungen behördlich bestätigt wurden. Für viele ist Nacktsport seither eine Normalität (besonders im Urlaub). Besonders beliebt sind Sportarten wie Reiten, Schwimmen, Wandern, Federball…
Heute gibt es unzählige FKK-Strände und -Campingplätze, auf denen man Nacktsport betreiben kann.
Vorteile von Nacktsport
Nacktsportler nennen als Motiv oft gesundheitliche Gründe. Diese sollen z.B. folgende sein:
* Ein besserer Temperaturausgleich, da der Körper ungehindert schwitzen kann
* Ein besseres Körpergefühl
* Die Sinneswahrnehmung wird nicht durch Kleidung behindert und man kann sich besser in die verschiedenen Sportarten “einfühlen”
Wer jetzt Interesse bekommen hat, kann sich auf FKK-Reiseführer.de einen FKK Verein in seiner Nähe suchen und direkt loslegen mit dem Nacktsporteln – Viel Spaß! ; )
Quelle: Wikipedia


Juni 29th, 2010 at 15:22
[...] der vergangenen Woche haben wir ja bereits über Nacktsport berichtet. In einer kleinen, dreiteiligen Serie möchten wir jetzt ein bisschen über Funsport [...]
Dezember 26th, 2010 at 01:04
“Wer jetzt Interesse bekommen hat …” braucht keinen FKK-Verein, sondern sucht sich einfach Gleichgesinnte über http://nacktsport.org