Pilgern und Weitwandern
Artikel vom 18. Mrz 2010Hört man das Wort “Pilgern” denken vermutlich die meisten Menschen direkt an den Jakobsweg, einem der bekanntesten Pilgerwege der Welt. Die Geschichte des Jakobweges führt viele Jahrhunderte in die Vergangenheit zurück: Der heilige Jakob war einer der 12 Apostel und Bruder des Evangelisten Johannes. Er sollte den christlichen Glauben auf der iberischen Halbinsel verbreiten, kehrte aber ohne nennenswerte Erfolge nach Jerusalem zurück, wo er zur Strafe 44 n. Chr. durch König Herodes Agripppa enthauptet wurde. Eine Legende besagt, dass seine Leiche über das Mittelmeer und den Atlantik an das “Ende der Welt” gebracht und in Santiago de Compostela begraben wurde. Einige Jahrhunderte später – um 1100 – wurde der Jakobsweg von den Spaniern ausgebaut. Santo Domingo und San Juan de Ortega sorgten mit dem Ausbau dafür, dass im 12. Jahrhundert schon mehr als 400.000 Pilger pro Jahr aus ganz Europa zum Grab des Apostels Jakob wanderten. Entlang des Jakobweges können Pilger sich an den schönen bildschönen romanische Kirchengebäuden und Klöstern erfreuen.
Seit 1987 ist der Jakobsweg, als erster europäischer Kulturweg, zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt worden. Immer noch wandern jedes Jahr tausende Pilger nach Santiago – mittlerweile auch viele prominente Gesichter. Bekanntestes Beispiel ist wohl Hape Kerkeling, der seine Eindrücke in dem Bestseller “Ich bin dann mal weg” mit uns teilt. Es gibt aber noch andere unzählige Ratgeber, die helfen wollen, eine Reise auf dem Jakobsweg zu organisieren. Dazu gehören zum Beispiel der “Rother Wanderführer” oder ein Ratgeber von Raimund Joos.
Der Jakobsweg ist aber bei weitem nicht die einzige interessante Pilgerstraße. Wer auf der Suche nach innerem Frieden, dem Sinn des Lebens oder anderen spirituellen Erfahrungen ist, findet diese vielleicht auch auf dem Frankenweg, dem Nibelungenweg oder dem Schluchtensteig. Weitere Fernwanderwege und detaillierte Routen könnt ihr auf www.fernwege.de finden.
Pilger sind 25-30h am Tag unterwegs, das da ein gut gepackter Rucksack von Vorteil ist, lässt sich nicht bestreiten. Doch nicht nur das Gepäck, sondern auch die Wahl des Rucksacks an sich ist wichtig. Wir empfehlen unseren Lesern den Tatonka Leon 38. Er ist mit vielen nützlichen Details, wie einer Wanderstockhalterung, einer integrierten Regenschutzhülle und dem komfortablen X Light-Vario-Tragesystem ausgestattet. Als kleines Extra legt Tatonka dem Leon 38 ein Notizbuch bei, indem man seine Erfahrungen und Eindrücke niederschreiben kann – Tolle Idee!
Das Gepäck soll leicht und funktionell sein. Wir haben mal im Netz eine Checkliste gefunden, die euch beim Packen helfen soll. Grundsätzlich aber gilt, dass der Rucksack inkl. Wasser & Verpflegung nicht mehr als 11,5-12kg wiegen sollte. Mehr Gepäck bedeutet unangenehme Rückenschmerzen, die einem den ganzen Trip verderben können. Auch die Kleidung sollte entsprechend leicht sein. Hier findet ihr einen tollen Überblick über die passende Outdoor-Bekleidung für Pilger. Auch ein kleines Erste Hilfe Set sollte in eurem Rucksack auf keinen Fall fehlen. Was der Markt in Sachen Erste-Hilfe Sets für Outdoor-Sportler so hergibt, haben die Autoren von kletter-zubehoer.de für euch zusammengefasst.
Übrigens: Wer noch weitere Reiseberichte und nützliche Tipps rund ums Thema Pilgern haben möchte, wird im tapir Blog ganz sicher fündig!


